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Du vergleichst gerade zwei Tools, die auf den ersten Blick ähnlich aussehen. Beide sind cloudbasiert, beide buchen Belege automatisch, beide haben eine Steuerberater-Schnittstelle. Aber die Zielgruppen sind grundverschieden.

Lexware Office (früher lexoffice) richtet sich an Unternehmer, die möglichst viel selbst erledigen wollen: Rechnungen schreiben, Belege buchen, UStVA versenden. BuchhaltungsButler denkt von Anfang an in Arbeitsteilung: Du bereitest vor, dein Steuerberater schließt ab.

Für eine GmbH oder UG mit wachsendem Belegvolumen, mehreren Mitarbeitenden und einem Steuerberater, der regelmäßig zugreifen muss, ist das kein Detailunterschied. Es ist die zentrale Frage.

Lexware Office: Stärken, Schwächen, für wen geeignet

Lexware Office ist Deutschlands meistgenutztes Cloud-Buchhaltungstool und hat sich mit dem Rebranding von lexoffice 2023 neu positioniert. Die Software deckt den gesamten kaufmännischen Alltag ab: von der Angebotserstellung über Rechnungsstellung bis zur UStVA und EÜR. Das macht sie attraktiv für Unternehmer, die ein einziges System für alles suchen.

Was Lexware Office gut kann

  • Rechnungsstellung und Mahnwesen: Angebote, E-Rechnungen (ZUGFeRD/XRechnung), Lieferscheine, Auftragsbestätigungen und automatische Mahnungen in einem Workflow
  • Belegautomatisierung: Belege scannen, hochladen oder per E-Mail einliefern; die Software bucht automatisch und gleicht mit dem Bankkonto ab
  • Lohnabrechnung als Modul: Für bis zu 50 Mitarbeitende direkt zubuchbar (ab 12,90 €/Monat), inklusive SV-Meldungen und Lohnsteueranmeldung
  • E-Commerce-Anbindungen: Über 40 Schnittstellen zu Shopify, WooCommerce, Amazon und anderen Plattformen
  • Steuerberater-Zugang: Bereits im Einstiegstarif S enthalten; elektronische Pendelakte für den Datenaustausch mit der Kanzlei

Preisstruktur Lexware Office (netto, monatlich kündbar)

TarifPreis/MonatKernfunktion
S7,90 €Belegerfassung, Banking, Steuerberater-Zugang
M12,90 €+ Rechnungen, Angebote, Mahnwesen
L21,90 €+ UStVA, EÜR, GuV, Anlagenverwaltung
XL32,90 €+ API, Serienrechnungen, erweiterte Rechnungstypen

Wo Lexware Office Grenzen hat

Für bilanzierende GmbHs ist Lexware Office nur bedingt geeignet. Die Software bereitet GuV und Bilanz vor, empfiehlt aber ausdrücklich einen Steuerberater für den Abschluss. Freigabeprozesse für Überweisungen oder Rechnungen fehlen in den Standardtarifen. Wer mehrere Mitarbeitende mit unterschiedlichen Zugriffsrechten in der Buchhaltung koordinieren will, stößt schnell an Grenzen.

Kurz gesagt: Lexware Office ist stark, wenn eine Person (oder ein kleines Team) die Buchhaltung weitgehend selbst macht und der Steuerberater nur gelegentlich zugreift.

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BuchhaltungsButler: Stärken, Schwächen, für wen geeignet

BuchhaltungsButler wurde 2015 in Berlin gegründet und hat sich auf eine klare Zielgruppe fokussiert: Unternehmen mit hohem Belegvolumen, die eng mit einem Steuerberater zusammenarbeiten. Die KI-gestützte Belegerkennung mit einer Automatisierungsquote von bis zu 95 % ist das Herzstück des Tools.

Was BuchhaltungsButler gut kann

  • KI-Belegerkennung und Vorkontierung: Selbstlernende Algorithmen erkennen Lieferanten, Beträge und Buchungskonten automatisch; je mehr Belege, desto präziser wird das System
  • Bilanzbuchhaltung mit Debitoren/Kreditoren: Vollständige Unterstützung für bilanzierende Unternehmen (GmbH, UG) inklusive SKR03/SKR04, Kostenstellen und Projektbuchhaltung
  • Rechnungsfreigabeprozesse: Im Premium-Tarif können Überweisungen und Rechnungen intern freigegeben werden, mit individuellen Rollen und Rechten
  • Steuerberater-Workflow: Gratis Steuerberater-Zugang in allen Tarifen; DATEV-Export für direkten Datenfluss in die Kanzleisoftware; Mandantenverwaltung für Kanzleien
  • Aufgabenmanagement: Buchhaltungsaufgaben zuweisen, kommentieren und nachverfolgen, direkt im Tool

Preisstruktur BuchhaltungsButler (netto, bei Jahresvertrag)

TarifPreis/MonatKernfunktion
Light29,90 €Vorbuchung, KI-Belegerkennung, Steuerberater-Zugang
Smart34,90 €+ UStVA, EÜR und Bilanz, Kostenstellen, 1 E-Commerce-Schnittstelle
Premium59,90 €+ 5 Nutzer, Freigabeprozesse, Aufgaben, Controlling-Dashboard

Bei monatlicher Laufzeit: Light 39,90 €, Smart 46,90 €, Premium 89,90 €.

Wo BuchhaltungsButler Grenzen hat

Das Mahnwesen ist schwächer als bei Lexware Office. Wer aktives Forderungsmanagement braucht, muss das extern lösen. Auch die Rechnungsstellung ist funktional, aber weniger ausgereift als bei Lexware Office. Lohnabrechnung ist nicht integriert, das erfordert ein separates Tool.

Kurz gesagt: BuchhaltungsButler ist stark, wenn viele Belege fließen, mehrere Personen an der Buchhaltung beteiligt sind und der Steuerberater strukturiert eingebunden werden soll.

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Direktvergleich: Die wichtigsten Kriterien auf einen Blick

KriteriumLexware OfficeBuchhaltungsButler
Einstiegspreis7,90 €/Monat29,90 €/Monat (Jahresvertrag)
RechnungsstellungSehr stark (inkl. Mahnwesen)Funktional, kein Mahnwesen
BelegautomatisierungGutSehr stark (bis 95 % Automatisierung)
BilanzbuchhaltungVorbereitung, kein AbschlussVollständig (Debitoren/Kreditoren)
Steuerberater-ZugangAb Tarif S enthaltenIn allen Tarifen enthalten
DATEV-ExportJaJa
FreigabeprozesseNicht vorhandenAb Premium-Tarif
Mehrere NutzerUnbegrenzt (alle Tarife)Unbegrenzt ab Premium
RechteverwaltungEingeschränktVollständig ab Premium
LohnabrechnungAls Modul zubuchbarNicht integriert
E-Commerce40+ SchnittstellenSpezialtarife ab 84,90 €/Monat
KostenstellenTarif L und XLAb Smart-Tarif
Controlling-DashboardEingeschränktAb Premium-Tarif
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Was die Tabelle nicht zeigt: Bei Lexware Office zahlen alle Nutzer denselben Preis, unabhängig von der Teamgröße. Bei BuchhaltungsButler sind mehrere Nutzer erst ab Premium (59,90 €/Monat) inklusive. Für ein GmbH-Team mit drei Personen in der Buchhaltung ist BuchhaltungsButler Light oder Smart also faktisch teurer als es auf den ersten Blick wirkt.

Entscheidungsmatrix: Welches Tool passt zu deiner Unternehmensphase?

Feature-Listen helfen wenig, wenn du weißt, was dein Unternehmen konkret braucht. Die entscheidenden Fragen sind nicht "Was kann das Tool?", sondern "Wo steht mein Unternehmen, und wie arbeiten wir?"

KriteriumLexware OfficeBuchhaltungsButler
UnternehmensphaseGründung, frühe Phase, EinzelunternehmenWachstumsphase, etablierte GmbH/UG
Belegvolumen/MonatBis ca. 50–80 BelegeAb 80+ Belege, hohe Varianz
Beteiligte in der Buchhaltung1 Person (Gründer oder VA)2+ Personen, klare Rollenverteilung
Freigaben nötig?NeinJa, intern und für Steuerberater
Steuerberater-EinbindungJahresabschluss, gelegentlichLaufend, monatliche Abstimmung
BilanzierungNicht erforderlich (EÜR)Bilanzpflicht (GmbH ab bestimmter Größe)
EmpfehlungLexware Office L/XLBuchhaltungsButler Smart/Premium
Faustregel: Wenn du noch nicht weißt, wie euer Buchhaltungs-Workflow aussehen soll, fang mit dem einfacheren Tool an. Wenn ihr schon wisst, dass mehrere Personen beteiligt sein werden und der Steuerberater eng eingebunden ist, lohnt sich BuchhaltungsButler von Anfang an.

Use Cases: Wer sollte was nehmen?

Die meisten Vergleichsartikel enden bei der Feature-Liste. Das hilft wenig, wenn du weißt, was dein Unternehmen konkret braucht. Hier sind die drei häufigsten Szenarien aus der Praxis.

Use Case 1: Gründer oder Freelancer, der selbst bucht

Du bist Einzelunternehmer oder Gründer einer frisch gegründeten GmbH. Du willst Rechnungen schreiben, Belege einscannen und die UStVA monatlich selbst erledigen. Dein Steuerberater macht den Jahresabschluss.

Empfehlung: Lexware Office L (21,90 €/Monat)

Du bekommst alles in einer Oberfläche: Rechnungen, Mahnwesen, UStVA per Klick, EÜR und Steuerberater-Zugang. Für diesen Use Case ist BuchhaltungsButler überdimensioniert und teurer.

Use Case 2: GmbH mit Belegvolumen und Steuerberater-Abstimmung

Ihr habt monatlich 100+ Belege (Eingangsrechnungen, Kreditkartenabrechnungen, Reisekosten), mehrere Mitarbeitende reichen Belege ein, und euer Steuerberater braucht regelmäßig saubere Vorbuchungen. Freigaben für Überweisungen sollen intern geregelt sein.

Empfehlung: BuchhaltungsButler Premium (59,90 €/Monat)

Die KI-Vorkontierung spart eurem Team täglich Zeit. Freigabeprozesse und Rechteverwaltung strukturieren die Zusammenarbeit intern. Der Steuerberater bekommt saubere, kommentierte Buchungsdaten statt Rückfragen. Das ist der Use Case, für den BuchhaltungsButler gebaut wurde.

Use Case 3: GmbH mit E-Commerce und Lohnbuchhaltung

Ihr betreibt einen Onlineshop, habt mehrere Mitarbeitende und wollt Lohn, Rechnungen und Buchhaltung in einem System halten.

Empfehlung: Lexware Office XL (32,90 €/Monat) + Lohnmodul

Die Shopify- oder Amazon-Anbindung ist direkt integriert. Das Lohnmodul bucht Personalkosten automatisch in die Buchhaltung. Für diesen Use Case hat BuchhaltungsButler keine vergleichbar integrierte Lösung.

Wichtig zu wissen: Beide Tools ersetzen keinen Steuerberater. Sie strukturieren die Zusammenarbeit, aber Jahresabschluss, Steuererklärung und steuerliche Beratung bleiben Aufgabe einer Kanzlei.

Was die Wahl des Tools für deine Steuerberater-Zusammenarbeit bedeutet

Das ist der Punkt, den die meisten Vergleiche übersehen: Ein Buchhaltungstool ist nicht nur Software für dich. Es ist auch die Schnittstelle zu deinem Steuerberater.

Beide Tools bieten einen Steuerberater-Zugang. Aber die Qualität der Zusammenarbeit unterscheidet sich erheblich.

Mit Lexware Office bekommt dein Steuerberater Zugriff auf deine Daten über die elektronische Pendelakte. Er kann Buchungen prüfen, exportieren und weiterverarbeiten. Das funktioniert gut, wenn die Buchhaltung im Wesentlichen sauber ist und er hauptsächlich den Abschluss macht.

Mit BuchhaltungsButler ist der Steuerberater tiefer integriert. Er kann Buchungen direkt kommentieren, Aufgaben zuweisen und über DATEV-Export seine Kanzleisoftware direkt befüllen. Für Kanzleien, die mehrere Mandanten verwalten, gibt es sogar eine Mandantenverwaltung im Tool.

Das hat praktische Konsequenzen:

  • Weniger Rückfragen vom Steuerberater, weil die Vorkontierung präziser ist
  • Kürzere Durchlaufzeiten beim Monats- und Jahresabschluss
  • Geringere Stunden, die dein Steuerberater für Klärung aufwendet (was sich direkt auf deine Honorarrechnung auswirkt)

Die entscheidende Frage ist nicht: "Welches Tool hat mehr Features?" Sie lautet: "Welches Tool passt zu dem Workflow, den ich mit meinem Steuerberater aufbauen will?"

Wenn dein Steuerberater ohnehin digital arbeitet und DATEV nutzt, ist BuchhaltungsButler die sauberere Lösung für wachsende GmbHs. Wenn du erst aufbaust und noch keine komplexen Prozesse hast, ist Lexware Office der einfachere Einstieg.

Fazit und klare Empfehlung

Beide Tools sind solide. Aber sie lösen unterschiedliche Probleme.

Nimm Lexware Office, wenn:

  • Du Rechnungsstellung, Buchhaltung und Mahnwesen in einer Oberfläche willst
  • Du ein Einzelunternehmen, eine kleine GmbH oder einen E-Commerce-Betrieb führst
  • Die Buchhaltung hauptsächlich von einer Person erledigt wird
  • Du Lohnabrechnung integriert haben willst

Nimm BuchhaltungsButler, wenn:

  • Ihr als GmbH-Team monatlich viele Belege verarbeitet
  • Interne Freigabeprozesse für Rechnungen und Überweisungen wichtig sind
  • Euer Steuerberater tief eingebunden sein soll und DATEV nutzt
  • Ihr bilanziert und eine saubere Debitoren/Kreditoren-Buchhaltung braucht

Was kein Tool löst

Beide Plattformen automatisieren die Buchführung. Sie ersetzen aber nicht die steuerliche Beratung. Wer eine GmbH führt, braucht einen Steuerberater, der nicht nur den Jahresabschluss macht, sondern auch unterjährig mitdenkt: bei Gesellschafter-Geschäftsführer-Gehalt, Gewinnausschüttungen, Investitionsentscheidungen und Steuerplanung.

Das richtige Tool ist die Grundlage. Die Beratung darüber ist das, was langfristig Geld spart und Risiken vermeidet.

Wenn du noch nicht sicher bist, welches Tool zu eurem Setup passt, oder wenn du einen Steuerberater suchst, der digital arbeitet und mit beiden Plattformen vertraut ist: Buche ein kostenloses Erstgespräch mit b'steuern. Wir schauen gemeinsam auf euren Workflow und empfehlen, was sinnvoll ist. Ohne Verkaufsdruck, ohne Steuerdeutsch.

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