Welcher Steuerberater arbeitet mit Lexoffice? Jeder Steuerberater kann Lexoffice-Daten lesen, aber nur digitale Kanzleien wie b'steuern arbeiten direkt im System ohne DATEV-Export. Du erkennst sie an drei Merkmalen: Buchungszugriff in Lexoffice ohne Datenexport, monatlicher Festpreis statt StBVV-Wertgebühren und Belegübergabe per Sync oder App statt Pendelordner. b'steuern startet ab 149 Euro pro Monat bundesweit.
Welcher Steuerberater arbeitet mit Lexoffice?
Lexoffice (offiziell Lexware Office seit 2023) ist die meistgenutzte Cloud-Buchhaltung für Selbstständige und kleine GmbHs in Deutschland. Die Software erfüllt die GoBD-Anforderungen des Bundesfinanzministeriums und ist vom Finanzamt anerkannt. Trotzdem brauchst du in den meisten Fällen einen Steuerberater. Die eigentliche Frage ist welchen.
Nicht jede Kanzlei arbeitet sauber mit Lexoffice. Die meisten klassischen Steuerberater nutzen DATEV als Hauptsystem, importieren deine Lexoffice-Daten und buchen sie erneut. Das funktioniert, kostet dich aber Zeit, Geld und Übersicht. Digitale Kanzleien wie b'steuern arbeiten direkt im Lexoffice-Account des Mandanten und sparen genau diesen Overhead.
Drei Merkmale unterscheiden Lexoffice-native Steuerberater von klassischen DATEV-only-Kanzleien:
- Buchungszugriff direkt in Lexoffice. Kein DATEV-Export, kein doppeltes Buchen, kein Medienbruch zwischen deiner Software und der Kanzlei.
- Festpreis statt StBVV-Wertgebühren. Planbare monatliche Kosten, keine Überraschungsrechnung am Jahresende wenn Gegenstandswert oder Aufwand steigen.
- Belegübergabe per Sync, App oder Inbox-E-Mail. Pendelordner oder Mandanten-Portal sind 2026 nicht mehr State of the Art.
b'steuern erfüllt alle drei Kriterien. Wenn du dich für eine andere Kanzlei interessierst, frag konkret nach: "Bucht ihr in Lexoffice oder zieht ihr die Daten in DATEV?" Die Antwort sortiert die Anbieter zuverlässig.
Brauche ich einen Steuerberater wenn ich Lexoffice nutze?
Lexoffice ersetzt keinen Steuerberater. Die Software bildet Buchhaltung, Belege und Rechnungen ab, der Steuerberater übernimmt Jahresabschluss, Steuererklärungen, strategische Beratung und die rechtliche Verantwortung. Umgekehrt ersetzt der Steuerberater Lexoffice nicht, weil ohne Software manueller Aufwand und das GoBD-Risiko bei dir bleiben.
Für reine Kleinunternehmer mit wenigen Belegen und EÜR-Pflicht kann Lexoffice in Ausnahmefällen allein ausreichen. Ab Tarif L kannst du die Umsatzsteuervoranmeldung selbst per ELSTER einreichen. Sobald du allerdings als UG, GmbH oder Holding firmierst oder Mitarbeiter beschäftigst, ist ein Steuerberater praktisch verpflichtend: Bilanz, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Offenlegung beim Bundesanzeiger sind nicht vom Tool gedeckt.
Die wirtschaftlichste Konstellation ist deshalb fast immer Lexoffice plus Steuerberater, mit direktem Buchungszugriff im System. Was das konkret kostet zeigen wir weiter unten und im Detail im Steuerberater Festpreis Vergleich 2026.
Was Lexoffice ist und für wen es passt
Lexware Office ist eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware von Haufe-Lexware. Seit 2023 laufen Lexoffice und Lexware Office unter einem Dach, beide Begriffe meinen dasselbe Produkt. Die Software richtet sich an Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen, die ihre Buchhaltung ohne Vorkenntnisse digital abwickeln wollen.
Laut § 238 HGB sind Kaufleute zur Buchführung verpflichtet, die Aufbewahrungspflichten regelt § 146 AO. Lexoffice erfüllt beides technisch für Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) und doppelte Buchführung.
- Geeignet für: Freiberufler mit EÜR, GmbH-Gründer in der Anfangsphase, Kleinunternehmer mit überschaubarem Belegvolumen, Startups mit Standard-Workflow
- Grenzen: Konzernstrukturen, Holdings mit komplexen Verrechnungen, internationale Umsätze mit vielen Länder-Steuersätzen, branchenspezifische Warenwirtschaft wie im Baugewerbe
Lexoffice einrichten mit Steuerberater: 5 Schritte
Die technische Einrichtung dauert weniger als eine Stunde. Die steuerlich relevanten Einstellungen brauchen Sorgfalt. Die Videos unten zeigen jeden Schritt visuell, der Begleittext erklärt, was du selbst machen solltest und was besser auf den Steuerberater wartet.
Schritt 1: Unternehmensprofil anlegen
Trage Rechtsform, Steuernummer und Finanzamt korrekt ein. Diese Daten fließen in alle späteren Belege und Voranmeldungen. Fehler hier wirken sich auf jede Buchung aus.
Schritt 2: Allgemeine Einstellungen und Kontenrahmen (SKR03 oder SKR04)
Lexoffice unterstützt SKR03 und SKR04. Selbstständige und Freiberufler arbeiten meist mit SKR03, GmbHs verwenden häufig SKR04. Diese Entscheidung gehört auf den Tisch des Steuerberaters bevor du den ersten Beleg buchst, weil der Kontenrahmen nach dem ersten Buchungsvorgang nicht mehr änderbar ist.
Schritt 3: Bankkonto verknüpfen
Die Bankanbindung über das Multibanking-Feature gleicht Transaktionen automatisch mit Belegen ab. Das reduziert manuelle Buchungsarbeit erheblich und minimiert Fehler. Den Steuerberater betrifft das später nicht direkt, aber sauber eingerichtetes Banking spart dir und ihm viel Zeit beim monatlichen Abgleich.
Schritt 4: Umsatzsteuer-Einstellungen konfigurieren
Wähle zwischen Soll- und Ist-Versteuerung. Die Ist-Versteuerung ist für viele Kleinunternehmer günstiger weil die Steuer erst bei Zahlungseingang fällig wird. Ob du sie beantragen kannst hängt von deinem Umsatz und deiner Rechtsform ab. Dieser Punkt sollte mit einem Steuerberater abgestimmt werden und nicht ohne Antrag beim Finanzamt geändert werden.
Schritt 5: E-Rechnung aktivieren und Steuerberater-Zugang einrichten
Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen können (siehe BMF und KoSIT). Lexoffice erfüllt das ab Tarif M nativ. Den Steuerberater-Zugang richtest du unter Einstellungen Benutzer ein. Empfehlung: Buchungszugriff, nicht Vollzugriff. Mehr dazu unter Zugriffsrechte.
Welche Zugriffsrechte braucht dein Steuerberater?
Lexoffice bietet drei Rollen unter Einstellungen Benutzer:
- Lesezugriff: Dein Berater sieht alle Buchungen und Belege, kann aber nichts ändern. Sinnvoll für reine Jahresabschluss-Mandate.
- Buchungszugriff: Dein Berater bucht direkt, prüft Belege und erstellt Voranmeldungen. Default-Empfehlung für die meisten Mandanten.
- Vollzugriff: Vollständige Administration, empfohlen nur bei komplett ausgelagerter Buchhaltung.
Bei b'steuern reicht in 95 Prozent der Fälle der Buchungszugriff. Vergib nur die Rechte die dein Berater tatsächlich braucht.
Lexoffice Tarife 2026: Welchen brauchst du wenn dein Steuerberater im System arbeitet?
Lexware Office bietet vier Tarife. Die Preise gelten laut offizieller Lexware-Preisseite als Nettopreise zzgl. MwSt. Aktionspreise für Neukunden können abweichen.
Tarif L ist die Steuerberater-relevante Schwelle. Erst ab L kannst du UStVA selbst per ELSTER einreichen. Wer das an den Steuerberater abgibt kommt mit Tarif S oder M aus und spart 9 bis 24 Euro pro Monat. Bei b'steuern reichen für die meisten Mandanten S oder M. Den XL-Tarif brauchen nur Teams die zusätzlich Serienrechnungen oder API-Zugriff selbst nutzen.
Lexoffice und DATEV: warum die Brücke der Knackpunkt ist
DATEV ist der Standard in deutschen Steuerkanzleien. Aber als Selbstständiger oder GmbH-Gründer brauchst du DATEV in der Regel nicht selbst. Entscheidend ist: kann dein Steuerberater direkt in Lexoffice arbeiten, oder zieht er die Daten in DATEV?
Das ist der Knackpunkt. Steuerberater die ausschließlich mit DATEV arbeiten können Lexoffice-Daten per DATEV-Export übernehmen. Das funktioniert, erzeugt aber Medienbrüche und manuellen Aufwand. In der Praxis bezahlst du dann zweimal: einmal die Lexoffice-Lizenz und einmal die Buchungsleistung in DATEV.
Steuerberater die direkt in Lexoffice arbeiten, wie b'steuern, vermeiden diesen Overhead komplett. Die Konsequenz: bei klassischen DATEV-Kanzleien liegen typische Mandanten bei 2 bis 4 Stunden eigenem Monatsaufwand für Belegübergabe und Abgleich. Bei einer Lexoffice-nativen Kanzlei sind es 30 bis 60 Minuten. Im Jahr macht das einen Unterschied von rund 20 bis 40 Stunden auf deiner Seite.
Lexoffice vs Pennylane vs sevDesk
Lexoffice ist nicht für jede Situation die beste Wahl. Hier ein sachlicher Vergleich der relevantesten Alternativen.
Mehr zur Pennylane-Variante mit Steuerberater: Steuerberater für Pennylane.
Was kostet Lexoffice plus Steuerberater zusammen?
Die Gesamtrechnung setzt sich aus Software-Lizenz und Steuerberatungs-Honorar zusammen. Beide Posten lassen sich planbar gestalten wenn Steuerberater und Tarif zueinander passen.
Klassische Kanzleien rechnen meist nach StBVV ab. Das macht den Jahresbetrag schwerer planbar weil Gegenstandswert, Wertgebührensätze und Sonderleistungen variieren. Seit 1. Juli 2025 liegen die mittleren Zeitgebühren bei 115 Euro pro Stunde, abgerechnet im 15-Minuten-Takt.
Vollständiger Marktvergleich plus Rechtsform-spezifische Benchmarks: Was kostet ein Steuerberater 2026. Festpreis vs StBVV im Detail: Steuerberater Festpreis Vergleich 2026.
Häufige Fehler bei der Lexoffice-Steuerberater-Konstellation
Diese drei Fehler tauchen in Erstgesprächen am häufigsten auf. Alle sind vermeidbar wenn du sie kennst. Wenn doch ein Fehler in den Buchungen passiert ist, zeigt das folgende Video wie du Stornos und Korrekturen sauber durchführst.
Fehler 1: Falscher Kontenrahmen vor dem ersten Buchungsvorgang
SKR03 oder SKR04 ist nach dem ersten Buchungsvorgang in Lexoffice nicht mehr änderbar. Wer mit der falschen Wahl startet sitzt dauerhaft auf einer suboptimalen Struktur oder muss einen Stichtags-Wechsel machen. Im Zweifel: vor dem ersten Buchungsvorgang mit dem Steuerberater abstimmen.
Fehler 2: Falsche Umsatzsteuer-Option
Soll- oder Ist-Versteuerung ist keine Kleinigkeit. Wer die falsche Option wählt versteuert Umsätze zum falschen Zeitpunkt. Bei einer Betriebsprüfung führt das zu Nachzahlungen. Die Einstellung hängt von Umsatz, Rechtsform und Antrag beim Finanzamt ab.
Fehler 3: Steuerberater-Zugang zu spät einrichten
Viele Mandanten richten den Steuerberater-Zugang erst ein wenn Probleme auftauchen. Richtig ist: Zugang direkt bei der Einrichtung vergeben damit dein Berater von Anfang an sauber mitarbeiten kann. Der Buchungszugriff ist dabei die Default-Empfehlung.
So funktioniert die Zusammenarbeit mit b'steuern in Lexoffice
Der b'steuern-Onboarding-Prozess für Lexoffice-Nutzer dauert in der Regel 5 bis 7 Werktage. Vier Schritte:
- Erstgespräch (30 Minuten, kostenlos): Wir klären Rechtsform, aktuellen Lexoffice-Tarif, Belegumfang und Wunsch-Setup. Ergebnis ist ein Festpreis-Vorschlag mit klar definiertem Leistungsumfang.
- Zugriff einrichten: Du legst uns als Benutzer in Lexoffice mit Buchungszugriff an. Wir prüfen bestehende Buchungen, Kontenrahmen und Umsatzsteuer-Einstellungen.
- Kontenrahmen und USt optimieren: Falls SKR03 oder SKR04 nicht zur Rechtsform passt machen wir einen sauberen Stichtags-Wechsel. Soll- oder Ist-Versteuerung stimmen wir mit dem Finanzamt ab.
- Laufender Betrieb: Du lädst Belege per App, Sync oder Inbox-Mail hoch. Wir buchen direkt in Lexoffice, reichen UStVA, Lohn und Steuererklärungen ein und stehen per Chat und Video-Call zur Verfügung.
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