Einzelunternehmen oder GmbH? Die Wahl entscheidet über Haftung, Steuerlast und Außenwirkung. Hier siehst du alle Unterschiede auf einen Blick, damit du die passende Rechtsform wählst.
Die Haftung: Als Einzelunternehmer:in haftest du unbeschränkt mit deinem Privatvermögen, die GmbH haftet nur mit dem Gesellschaftsvermögen. Steuerlich zahlt das Einzelunternehmen Einkommensteuer (progressiv bis 45 %), die GmbH Körperschaft- und Gewerbesteuer (zusammen rund 30 %). Dafür verlangt die GmbH 25.000 € Stammkapital, Notar und deutlich mehr Verwaltungsaufwand.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Einzelunternehmen und GmbH in der Übersicht
| Merkmal | Einzelunternehmen | GmbH |
|---|---|---|
| Haftung | Unbeschränkt, auch mit Privatvermögen | Beschränkt auf Gesellschaftsvermögen |
| Mindestkapital | Keins | 25.000 € (12.500 € bei Gründung einzahlbar) |
| Besteuerung | Einkommensteuer (progressiv bis 45 %) | Körperschaft- & Gewerbesteuer (zusammen ca. 30 %) |
| Gründungsaufwand | Formlos, Anmeldung bei Gewerbe- oder Finanzamt | Notar + Handelsregister, ca. 700–1.000 € |
| Buchführung | EÜR bis 800.000 € Umsatz / 80.000 € Gewinn | Immer Bilanz + GuV (doppelte Buchführung) |
| Außenwirkung | Persönlich, Bonität hängt an dir | Hohe Akzeptanz bei Investoren & Banken |
Das Einzelunternehmen ist der schnellste Weg in die Selbständigkeit: keine Mindesteinlage, kaum Formalitäten, volle Kontrolle. Der Gewinn wird direkt mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Dafür haftest du unbeschränkt, auch mit deinem Privatvermögen. Geeignet für Freiberufler:innen und kleine Gewerbe mit überschaubarem Risiko.
Die GmbH trennt Firmen- und Privatvermögen sauber: Sie haftet nur mit dem Gesellschaftsvermögen und zahlt rund 30 % Körperschaft- und Gewerbesteuer, unabhängig von deinem persönlichen Steuersatz. Dafür braucht sie 25.000 € Stammkapital, einen Notar und eine Bilanz. Typisch für wachsende Unternehmen und Investoren-Setups.
Das Einzelunternehmen gewinnt bei Einfachheit und niedrigen Kosten, ist aber bei Haftung und hohen Gewinnen im Nachteil. Sobald Gewinn, Risiko oder Investoren wachsen, spielt die GmbH ihre Stärken aus. Der Wechsel ist per Umwandlung sogar steuerneutral möglich.
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