Inhaltsverzeichnis
Key Takeaways
  • Stripe ist ein eigenes Geldkonto. Kundenzahlungen brutto als Erlös buchen, nie die Auszahlung als Umsatz.
  • Gebühren auf 4970 (SKR03) oder 6855 (SKR04), mit Reverse Charge auf 3123 oder 5923.
  • Stripe rechnet aus Irland ohne Umsatzsteuer ab. Nach § 13b meldest du 19 % in Kennzahl 47 und ziehst sie in Kennzahl 67 wieder ab.
  • Kleinunternehmer zahlen die 19 % auf Stripe-Gebühren wirklich, weil sie keinen Vorsteuerabzug haben, und geben für diese Monate eine Voranmeldung ab.
  • Rückerstattungen mindern Umsatz und Steuer, die ursprüngliche Stripe-Gebühr bekommst du aber nicht zurück.
  • Nach jeder Auszahlung steht das Stripe-Geldkonto auf null. Wenn nicht, fehlt eine Buchung.

Eine Stripe-Auszahlung ist kein Umsatz. Sie ist ein Saldo. Zwischen dem, was deine Kunden bezahlen, und dem, was auf deinem Bankkonto landet, liegen Gebühren, Rückerstattungen und Anfechtungen, und jede davon gehört auf ein eigenes Konto. Saubere Stripe Buchhaltung trennt diese Posten. Wer nur die Auszahlung bucht, macht drei Fehler auf einmal: falsche Erlöse, falsche Umsatzsteuer, keine Belege für die Gebühren.

Für Selbständige, Coaches, SaaS-Gründer und Onlinehändler, die Zahlungen über Stripe annehmen und in BuchhaltungsButler, Pennylane, Lexware Office oder über DATEV buchen, als GmbH, UG oder Einzelunternehmen. Hier bekommst du die komplette Buchungskette für eine Stripe-Auszahlung in SKR03 und SKR04, die Umsatzsteuer auf die Gebühren und eine Checkliste für deinen Monatsabschluss.

Wie bucht man Stripe in der Buchhaltung?

Du führst Stripe wie ein eigenes Bankkonto. Jede Kundenzahlung wird dort brutto als Erlös gebucht, jede Stripe-Gebühr als Nebenkosten des Geldverkehrs, jede Rückerstattung als Erlösschmälerung. Die Auszahlung auf dein Geschäftskonto ist nur eine Umbuchung zwischen zwei Geldkonten. So stimmen Umsatz, Umsatzsteuer und Gebühren, und das Stripe-Geldkonto läuft nach jeder Auszahlung auf null.

Der Klassiker ist die Nettobuchung. Die Auszahlung von 2.081,20 € landet als Umsatz in der Buchhaltung. Bezahlt haben deine Kunden 2.380,00 €. Dazwischen liegen 298,80 €: 60,80 € Gebühren, eine Rückerstattung und eine verlorene Anfechtung über je 119,00 € (das Beispiel folgt unten). In der Nettobuchung verschwinden alle drei im Saldo, und genau daraus entstehen die drei Fehler von oben. Dabei musst du die Entgelte für deine Leistungen einzeln aufzeichnen, nicht saldiert mit den Kosten des Zahlungsanbieters (§ 22 UStG).

Warum ist die Stripe-Auszahlung niedriger als dein Umsatz?

Eine Stripe-Auszahlung ist ein Saldo. Stripe sammelt die Kundenzahlungen auf deinem Stripe-Guthaben, zieht Transaktionsgebühren, Rückerstattungen, Anfechtungen und gegebenenfalls Reserven ab und überweist den Rest in einem Betrag. Welche Zahlungen in welcher Auszahlung stecken, zeigt dir der Bericht zum Auszahlungsabgleich im Stripe-Dashboard.

Diese Posten verringern deine Auszahlung (Standardpreise Stripe Deutschland, Stand September 2026, Stripe Preisübersicht):

PostenHöheWas du wissen musst
Standard-Karten aus dem EWR1,5 % + 0,25 €Pro erfolgreicher Zahlung, direkt vom Guthaben abgezogen
Premium-Karten aus dem EWR2,8 % + 0,25 €Firmen- und Premiumkarten
Karten aus dem Vereinigten Königreich2,5 % + 0,25 €
Internationale Karten3,15 % + 0,25 €Zuzüglich 2 %, wenn Stripe die Währung umrechnet
SEPA-Lastschrift0,35 €Pro Lastschrift
Anfechtung (Chargeback)20,00 €Pro Anfechtung, zusätzlich zum zurückgebuchten Betrag
Widerspruch gegen eine Anfechtung20,00 €Zusätzlich, wird erstattet, wenn du die Anfechtung gewinnst
Rückerstattungkeine eigene GebührAber: Die Gebühr der ursprünglichen Zahlung bekommst du nicht zurück
Stripe Billing, Invoicing, Tax0,7 % / 0,4 % / ab 0,5 %Softwaregebühren, laufen über die Monatsrechnung

Die Buchungskette für eine Stripe-Auszahlung (SKR03 und SKR04)

Eine Stripe-Auszahlung zerlegst du in fünf Buchungen: Kundenzahlungen brutto auf Erlöse, Gebühren auf Nebenkosten des Geldverkehrs, Rückerstattungen auf Erlösschmälerungen, verlorene Anfechtungen auf Forderungsverluste und zuletzt die Auszahlung vom Stripe-Geldkonto auf die Bank. Danach steht das Stripe-Geldkonto auf dem Saldo, den auch das Dashboard zeigt.

Das Beispiel: Du verkaufst im Monat 20 Onlinekurse zu je 119,00 € brutto (100,00 € netto plus 19 % Umsatzsteuer). Alle Kunden zahlen mit einer Standard-Karte aus dem EWR. Ein Kunde bekommt sein Geld zurück. Ein anderer lässt die Zahlung über seine Bank zurückbuchen, du legst keinen Widerspruch ein und verlierst die Anfechtung.

SchrittSollHabenBetrag
1. Kundenzahlungen (20 × 119,00 €)Stripe-Geldkonto (SKR03 1210 / SKR04 1810)Erlöse 19 % USt (8400 / 4400)2.380,00 €
2. Transaktionsgebühren (20 × 2,04 €, 1,5 % + 0,25 € gerundet)Nebenkosten des Geldverkehrs (4970 / 6855), mit § 13b: 3123 / 5923Stripe-Geldkonto40,80 €
3. Rückerstattung (1 Kurs)Erlösschmälerungen 19 % USt (8720 / 4720)Stripe-Geldkonto119,00 €
4a. Verlorene Anfechtung (1 Kurs)Forderungsverluste 19 % USt (2406 / 6936)Stripe-Geldkonto119,00 €
4b. AnfechtungsgebührNebenkosten des Geldverkehrs (4970 / 6855), mit § 13b: 3123 / 5923Stripe-Geldkonto20,00 €
5. AuszahlungGeldtransit (1360 / 1460), dann Bank (1200 / 1800)Stripe-Geldkonto2.081,20 €
Saldo Stripe-Geldkonto2.380,00 − 40,80 − 119,00 − 119,00 − 20,00 − 2.081,200,00 €

Vier Details, die in keinem Standard-Kontenrahmen stehen:

  • Das Stripe-Geldkonto ist ein eigenes Finanzkonto. Die Nummer wählst du frei im Bankbereich, 1210 und 1810 sind nur Beispiele. Entscheidend ist, dass Stripe nicht über dein Hauptbankkonto läuft.
  • Geldtransit brauchst du, wenn die Auszahlung über das Monatsende läuft. Stripe bucht die Auszahlung am 30. aus, deine Bank schreibt sie am 2. gut. Über das Transitkonto stimmen beide Monate.
  • Die Rückerstattung mindert Umsatz und Umsatzsteuer, weil sich das Entgelt nachträglich ändert (§ 17 Abs. 1 UStG). Die Gebühr von 2,04 € aus der ursprünglichen Zahlung bleibt trotzdem Aufwand.
  • Bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung zählt der Zufluss. Als Einzelunternehmer mit EÜR ist die Einnahme in der Regel schon zugeflossen, sobald das Geld auf deinem Stripe-Guthaben steht, nicht erst bei der Auszahlung auf die Bank (§ 11 Abs. 1 EStG). Wichtig wird das vor allem beim Jahreswechsel.
Diese fünf Buchungen für jede Auszahlung von Hand? Bei 20 Zahlungen im Monat geht das. Ehrlich. Bei 200 bist du selbst die Schnittstelle. b'steuern Automation holt die Daten direkt aus Stripe, trennt Umsätze, Gebühren, Rückerstattungen, Anfechtungen und Auszahlungen und bucht sie mit Beleg in dein Buchhaltungstool. Ab 29 € im Monat zzgl. Einrichtung ab 499 €. Ob es für dich passt, klärt der kostenlose Setup-Check.

Stripe Gebühren buchen: welches Konto in SKR03 und SKR04?

Stripe-Transaktionsgebühren und Anfechtungsgebühren buchst du auf Nebenkosten des Geldverkehrs, im SKR03 auf 4970, im SKR04 auf 6855. Wendest du auf die Gebühren das Reverse-Charge-Verfahren an, nimmst du stattdessen das Konto für Leistungen eines Unternehmers aus dem EU-Ausland mit 19 % Vorsteuer und 19 % Umsatzsteuer: SKR03 3123, SKR04 5923.

VorgangSKR03SKR04
Stripe-Guthaben (eigenes Geldkonto)1210 (Beispiel)1810 (Beispiel)
Erlöse 19 % USt84004400
Transaktions- und Anfechtungsgebühren, ohne Reverse Charge49706855
Gebühren mit Reverse Charge nach § 13b UStG31235923
Rückerstattungen87204720
Verlorene Anfechtungen24066936
Geldtransit13601460
Bank12001800

Einzeln pro Zahlung buchst du die Gebühren nicht von Hand. Sauber ist eine Sammelbuchung pro Auszahlung oder pro Monat, belegt durch die Monatsrechnung von Stripe und den Bericht zum Auszahlungsabgleich.

Stripe Gebühren und Umsatzsteuer: gilt Reverse Charge nach § 13b?

Stripe berechnet deutschen Kunden die Gebühren aus Irland ohne Umsatzsteuer, über die Stripe Payments Europe Limited in Dublin. In der Praxis werden die Gebühren meist im Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG erfasst: Du meldest 19 % Umsatzsteuer und ziehst sie im selben Monat als Vorsteuer wieder ab. Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ergibt das null Euro Zahllast.

In deinen Unterlagen tauchen zwei Stripe-Firmen auf. Vertragspartner und Rechnungssteller ist die Stripe Payments Europe Limited. Die Kartenakzeptanz selbst läuft über die Stripe Technology Europe Limited, ein von der irischen Zentralbank zugelassenes E-Geld-Institut. Beide sitzen in Dublin, beide berechnen dir keine Umsatzsteuer.

Ehrlich gesagt: Bei den reinen Transaktionsgebühren ist die Rechtslage nicht eindeutig. Leistungen im Zahlungsverkehr sind nach § 4 Nr. 8 Buchstabe d UStG steuerfrei. Ob die Abwicklung durch einen Zahlungsanbieter darunterfällt, hängt davon ab, ob er selbst Geld überträgt oder nur technisch abwickelt. Bei Stripe spricht die Lizenz als E-Geld-Institut eher für die Steuerbefreiung. Eine ausdrückliche Aussage der Finanzverwaltung zu Stripe gibt es aber nicht, und Stripe selbst verweist nur auf das Reverse-Charge-Verfahren.

Unser Weg in der Kanzlei ist deshalb zweigeteilt:

  • Softwaregebühren (Billing, Invoicing, Tax, Radar) sind sonstige Leistungen und nie Zahlungsverkehr. Der Leistungsort liegt bei dir in Deutschland (§ 3a Abs. 2 UStG), die Umsatzsteuer schuldest du nach § 13b Abs. 1 und Abs. 5 UStG.
  • Transaktions- und Anfechtungsgebühren behandeln wir ebenfalls nach § 13b, solange die Finanzverwaltung sie nicht ausdrücklich als steuerfrei einordnet. Für ein Unternehmen mit vollem Vorsteuerabzug kostet das nichts, schützt aber vor einer Nachzahlung, falls das Finanzamt es anders sieht.

In der Umsatzsteuer-Voranmeldung landet der Nettobetrag der Gebühren in Kennzahl 46, die Steuer in Kennzahl 47, die gleich hohe Vorsteuer in Kennzahl 67. Im Beispiel oben: 60,80 € Bemessungsgrundlage (40,80 € Transaktionsgebühren plus 20,00 € Anfechtungsgebühr), 11,55 € Umsatzsteuer, 11,55 € Vorsteuer.

Stripe als Kleinunternehmer: was gilt bei den Gebühren?

Auch als Kleinunternehmer nach § 19 UStG schuldest du die Umsatzsteuer auf Stripe-Gebühren, wenn du sie nach § 13b behandelst. Anders als eine GmbH darfst du die Steuer aber nicht als Vorsteuer abziehen. Die 19 % sind für dich echte Kosten, und für jeden Monat mit solchen Gebühren gibst du eine Umsatzsteuer-Voranmeldung ab.

Kleinunternehmer bist du seit 2025, wenn dein Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € betrug und im laufenden Jahr 100.000 € nicht übersteigt (§ 19 Abs. 1 UStG). Die Steuerschuld nach § 13b trifft dich trotzdem: Leistungsempfänger ist jeder Unternehmer (§ 13b Abs. 5 UStG), und für die Berechnung dieser Steuer gilt § 19 ausdrücklich nicht (§ 13b Abs. 8 UStG). Die Pflicht zur Voranmeldung für genau diese Monate regelt § 18 Abs. 4a UStG.

Im Beispiel wären das 11,55 € Umsatzsteuer für den Monat, ohne Vorsteuerabzug. Deine eigenen Erlöse buchst du ohne Umsatzsteuer, eine Rückerstattung mindert dann nur den Umsatz.

Wo finde ich die Stripe Rechnung für die Gebühren?

Die Stripe Rechnung für die Gebühren findest du im Dashboard unter Einstellungen, Dokumente. Stripe Payments Europe Limited stellt sie monatlich als PDF aus, ohne Umsatzsteuer und mit Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers. Diese Monatsrechnung ist dein Beleg für die Gebührenbuchung, der Bericht zum Auszahlungsabgleich dein Beleg für die Zusammensetzung jeder Auszahlung.

Für deine Buchhaltung brauchst du pro Monat drei Dokumente:

  1. Die Monatsrechnung von Stripe (Gebühren, Beleg für Konto 4970/6855 oder 3123/5923).
  2. Den Bericht zum Auszahlungsabgleich (welche Zahlungen, Gebühren, Rückerstattungen und Anfechtungen in welcher Auszahlung stecken).
  3. Deine Ausgangsrechnungen an Kunden. Gegenüber deinen Kunden ist Stripe Zahlungsweg, nicht Rechnungssteller. Nutzt du Stripe Invoicing, erzeugt Stripe die Rechnung in deinem Namen. Für die Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG bleibst trotzdem du verantwortlich.

Stripe mit BuchhaltungsButler, Pennylane oder Lexware Office verbinden

Ohne DATEV läuft Stripe am saubersten, wenn dein Buchhaltungstool das Stripe-Guthaben als eigenes Geldkonto führt und jede Transaktion mit Gebühr einzeln importiert. Dann ordnet das Tool Zahlungen deinen Rechnungen zu, bucht Gebühren automatisch auf das Gebührenkonto und gleicht die Auszahlung mit deinem Bankkonto ab. Du prüfst nur noch Ausnahmen.

Ehrlicher Hintergrund: b'steuern Automation ist aus genau dieser Frage entstanden. Louis Kurz wollte Stripe an BuchhaltungsButler anbinden. Die Standardanbindung war damals, freundlich gesagt, ausbaufähig. Ich sollte kurz helfen. Aus der kurzen Frage wurde ein Produkt.

Heute ist der Brutto-Import bei BuchhaltungsButler und Pennylane der Standardweg. Bei Lexware Office kommt es darauf an, ob du Stripe als Zahlungskonto anbindest oder nur die Auszahlungen über das Bankkonto siehst. Im zweiten Fall bist du wieder bei der Nettobuchung vom Anfang. Wer Stripe von außen in Lexware Office buchen will, stößt außerdem an eine Grenze: Die Schnittstelle schreibt Belege, aber keine Buchungssätze.

WegWie Stripe ankommtUmsatz und Gebühren getrennt?Passt, wenn
Tool mit Stripe-Anbindung (z. B. BuchhaltungsButler, Pennylane)Stripe-Guthaben als eigenes Geldkonto, jede Transaktion einzelnJa, automatisch per BuchungsregelDu selbst buchst oder Belege vorbereitest und deine Kanzlei im Tool arbeitet
Nur BankabgleichEine Auszahlung pro Tag oder Woche auf dem BankkontoNein, nur mit Handarbeit aus dem Bericht zum AuszahlungsabgleichSehr wenige Zahlungen im Monat
CSV-Export aus StripeMonatsexport, von Hand ins Tool geladenNur so gut wie dein Mapping, jeden Monat neuAls Übergang, nicht als Dauerlösung
DATEV über SchnittstelleBuchungsstapel im DATEV-Format an die KanzleiJa, wenn die Schnittstelle brutto liefertDeine Kanzlei bucht in DATEV und du willst dort bleiben
b'steuern AutomationStripe an dein bestehendes Tool angebunden, Regeln eingerichtet und abgenommenJa, inklusive Rückerstattungen und AnfechtungenDu willst die Einrichtung nicht selbst bauen

Und bevor jemand fragt: Ein CSV-Export, den du einmal im Monat ins Tool lädst, ist keine Automatisierung. Es ist ein manueller Schritt mit einem anderen Dateiformat.

Beim Einrichten kommt es auf drei Dinge an: Brutto-Import statt Auszahlungs-Import, eine feste Buchungsregel für Gebühren mit Steuerschlüssel für § 13b und eine eigene Regel für Rückerstattungen und Anfechtungen mit Steuerkorrektur. Nutzt du Stripe Connect als Plattform, trennst du außerdem durchlaufende Gelder von deiner eigenen Plattformgebühr.

Genau diese Einrichtung übernimmt b'steuern Automation, für Stripe, Stripe Connect und weitere Zahlungsanbieter wie Shopify Payments, Mollie oder PayPal. Wie das für einen ganzen Onlineshop aussieht, zeigt unsere Seite zur automatisierten E-Commerce Buchhaltung. Was nicht Standard ist, sagen wir vorher: Standard sind Verkäufe in Deutschland. OSS und Auslandsverkäufe besprechen wir vorab und berechnen sie extra. Welche Tools es gibt und wie sie sich unterscheiden, zeigt unser Buchhaltungssoftware Vergleich.

Stripe und DATEV: wie kommen die Daten zur Kanzlei?

Stripe selbst exportiert nicht ins DATEV-Format. Es gibt drei Wege: den DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister, den deine Kanzlei für Stripe einrichtet, ein Buchhaltungstool mit Stripe-Anbindung, das an die Kanzlei im DATEV-Format übergibt, oder eine Drittanbieter-Schnittstelle. Egal welcher Weg: Zahlung, Gebühr und Auszahlung müssen getrennt ankommen, mit Beleg.

Der Datenservice von DATEV holt die Stripe-Transaktionen in eine Online-Anwendung, ordnet sie offenen Rechnungen zu und liefert Buchungsvorschläge an die Kanzlei. Das passt, wenn deine Kanzlei ohnehin in DATEV bucht. Auch dort entscheidest du die § 13b-Frage einmal und legst sie als Buchungsregel mit Steuerschlüssel fest.

Ob DATEV oder nicht, entscheidest du nach deinen bestehenden Abläufen, nicht wir. Wir arbeiten in deinen Tools und ohne DATEV-Zwang: Nutzt deine Kanzlei oder dein Unternehmen DATEV, bleibt es dabei. Buchst du in BuchhaltungsButler oder Pennylane, musst du nicht wechseln, damit deine Stripe-Buchhaltung stimmt.

Checkliste für deinen Stripe-Monatsabschluss

Mit diesen sieben Schritten ist Stripe am Monatsende abgeschlossen: Monatsrechnung und Auszahlungsabgleich laden, Umsätze brutto prüfen, Gebühren mit Steuerschlüssel buchen, Rückerstattungen und Anfechtungen korrigieren, Auszahlungen mit der Bank abgleichen, Saldo gegen das Dashboard prüfen und die § 13b-Werte in die Voranmeldung übernehmen.

  1. Monatsrechnung laden: im Stripe-Dashboard unter Einstellungen, Dokumente, dann als Beleg ablegen.
  2. Bericht zum Auszahlungsabgleich exportieren: für den ganzen Monat, als Beleg für jede Auszahlung.
  3. Umsätze prüfen: Summe der Kundenzahlungen im Stripe-Geldkonto gleich Summe der Ausgangsrechnungen.
  4. Gebühren buchen: als Sammelbuchung auf 4970/6855, mit § 13b auf 3123/5923.
  5. Rückerstattungen und verlorene Anfechtungen mit Umsatzsteuerkorrektur buchen, die Anfechtungsgebühr von 20,00 € separat.
  6. Auszahlungen und Saldo abgleichen: jede Auszahlung gegen die Gutschrift auf dem Bankkonto, das Stripe-Geldkonto gegen das Guthaben im Stripe-Dashboard zum Monatsende. Offene Auszahlungen stehen auf Geldtransit.
  7. Voranmeldung: die § 13b-Werte in die Kennzahlen 46, 47 und 67 übernehmen, wie oben beschrieben. Die Termine stehen in unserem Steuerkalender.

Mit einer automatischen Stripe-Anbindung erledigen sich die Schritte 2 bis 5 von selbst. Von Hand bleibt der Blick auf den Saldo in Schritt 6.

Fazit: So buchst du Stripe richtig

Stripe richtig buchen heißt: Stripe als eigenes Geldkonto führen, Kundenzahlungen brutto als Erlös erfassen, Gebühren getrennt mit § 13b buchen, Rückerstattungen und Anfechtungen mit Steuerkorrektur und die Auszahlung als reine Umbuchung auf die Bank. Dann stimmen Umsatz, Umsatzsteuer und Gebühren, und das Stripe-Geldkonto steht nach jeder Auszahlung auf null.

Stripe richtig zu buchen ist also kein Fleiß-Thema. Es ist ein Setup-Thema. Sind deine Auszahlungen bisher netto als Umsatz gebucht oder laufen deine Gebühren ohne § 13b, lässt sich das rückwirkend korrigieren. Je früher, desto kleiner der Aufwand.

Kostenloser Setup-Check für dein Stripe-Konto: Kommt Stripe bei dir als eine Auszahlung pro Woche an oder als einzelne Zahlungen mit Gebühr? Wenn du das nicht sicher weißt, ist genau das die erste Frage im Setup-Check. Dann zeigen wir dir, was fehlt. Passt es, läuft die Buchung künftig automatisch in deinem Tool, mit oder ohne DATEV, ab 29 € im Monat zzgl. Einrichtung ab 499 €. Zum kostenlosen Setup-Check